Der Schwarzwald-TATORT

Der Schwarzwald-TATORT

Nachdem der Südwestrundfunk (SWR) angekündigt hatte, den TATORT vom Bodensee im nächsten Jahr zu beenden, suchte der Sender einen neuen Spielort im Südwesten. Bad Wildbads Bürgermeister Klaus Mack hatte deshalb im Januar diesen Jahres vorgeschlagen, diesen neuen TATORT der beliebten ARD-Serie „künftig insgesamt aus dem Schwarzwald zu senden“. Heute gab der SWR bekannt, dass es künftig einen Schwarzwald TATORT geben wird. Sitz des Ermittlerduos wird Freiburg sein. Es soll aber erstmals eine ganze Region als Drehort genutzt werden, heißt es in der Pressemeldung des SWR.

Der Vorschlag Macks, der gleichzeitig Mitglied im Aufsichtsrat der Schwarzwald Tourismus GmbH (STG) ist, löste seinerzeit eine immense Medien-Resonanz aus. Neben Mannheim, Karlsruhe und Ulm sprangen immer mehr Städte auf den Krimi-Zug auf und warfen ihre Bewerbung in den Ring. Große überregionale Zeitungen wie „Der Spiegel“ oder „Die Süddeutsche Zeitung“ berichteten über das TATORT-Fieber im Südwesten. Das SWR Fernsehen strahlte im Februar im landespolitischen Magazin „Zur Sache Baden-Württemberg“ eigens einen Beitrag über die Bewerbungen aus. Auch in Bad Wildbad wurde gedreht: der Kurdirektor des Ortes fungierte als Leiche, vergiftet im historischen Thermalbecken mit Heidelbeersekt. Aufgefunden wurde die Filmleiche von der Putzfrau, gespielt von der Sekretärin des Bürgermeisters. Die Facebook-Gruppe „Schwarzwald-TATORT“ verzeichnet bis heute über 2.000 Mitglieder. Doch der Marketing-Coup stoppte nicht: mit Hilfe der Schwarzwald Tourismus GmbH konnte Mack über 100 Bürgermeister in der Region gewinnen, einen Schwarzwald-TATORT zu unterstützen.

Klaus Mack freut sich am heutigen Tag über die „grandiose Entscheidung des SWR“. „Dass erstmals eine ganze Region bespielt werden soll, ist völlig neu und bietet alle Möglichkeiten des Schwarzwalds“. sagt der Bürgermeister. Mit Freiburg habe man eine eine tolle Stadt in herrlicher Kulisse als Standort des Ermittlerteams gewählt. Dass die Drehorte jetzt insgesamt im Schwarzwald verteilt werden sollen, gefällt Mack umso mehr: „das wird den gesamten Schwarzwald befördern“.

Der Vorstoß des Bad Wildbader Bürgermeisters hat sich also gelohnt. Jetzt gehe es darum, die starke Marke Schwarzwald mit der starken Marke TATORT auszufüllen. „Daraus kann durchaus ein TATORT mit Kultstatus werden“, so Klaus Mack, der sich besonders auf Harald Schmidt in der Rolle des Polizeirats freut. Die Latte für den SWR hängt also hoch. Doch die „herrliche Schwarzwald-Landschaft als Kulisse für blutrünstige Mordgeschichten, birgt allerlei spannende Optionen“, ist sich Mack sicher. „Unsere in Bad Wildbad angebotenen Drehkulissen wie das historische Fürstenbad Palais Thermal, den Baumwipfelpfad oder die Hochmoore stellen wir in jedem Falle gerne zur Verfügung“.