Hotel Fritz Lauterbad setzt Zeichen für modernen Schwarzwald-Tourismus

Von links: Steffen Schillinger führt Bundestagskandidat Klaus Mack durch sein Hotel, Herbert Schillinger möchte gerne einen Bahnhof in Lauterbad reaktivieren

Freudenstadt-Lauterbad. Über die Herausforderungen des Tourismus in der Region Nordschwarzwald sprach CDU-Bundestagskandidat Klaus Mack mit Herbert und Steffen Schillinger im Lauterbad. 

Herbert Schillinger macht die touristische Dimension des Stadtteils Lauterbad deutlich: von den 480.000 Übernachtungen in Freudenstadt entfielen 80.000 auf Lauterbad. Sein größter Wunsch sei daher, den alten Bahnhaltepunkt zu reaktivieren. „Das liegt doch in Zeiten, in denen man Individualverkehr minimieren möchte, geradezu auf der Hand“. Die Gäste könnten so ökologisch und bequem direkt von Stuttgart anreisen. Per Shuttle oder E-Bike wäre die letzte Meile bis zu den Hotels gar kein Problem. Mack sieht die Verknüpfung an Bahnhöfen mit verschiedenen Formen der Mobilität wie E-Bikes oder Car-Sharing-Angeboten ohnehin als ein Zukunftsprojekt, das er im Falle seiner Wahl verfolgen möchte. Schillinger verweist darauf, dass in seinem Hotel jeder Gast kostenlos ein E-Bike ausleihen kann. „Ein Bahnhaltepunkt muss in den Fahrplan der bestehenden S-Bahn passen“, weiß Schillinger. Dies und die Umbaukosten des Bahnhofs seien bisher Hürden, die noch nicht geklärt sind. Klaus Mack versprach, bei der Stadt Freudenstadt nachzufragen und ggf. Schützenhilfe über den Regionalverband zu geben. 

Die Familien Heinzelmann und Schillinger haben das Hotel Lauterbad zu einem führenden 4-Sterne-S-Wellnesshotel ausgebaut. Mit seinem Sohn Steffen Schillinger weihte die Familie im Jahr 2019 mit dem Hotel Fritz Lauterbad ein weiteres Hotel ein. „Mein Ziel war, einen modernen Schwarzwaldstil mit dem denkmalgeschützten Altbau zu verbinden“, so Steffen Schillinger beim Rundgang durch das moderne Lifestyle-Gebäude. Klaus Mack zeigte sich begeistert: „Genauso stelle ich mir moderne Schwarzwald Gastgeber vor“. Schillinger und Mack sind sich einig, dass sich im Schwarzwald in den vergangenen zwanzig Jahren einiges bewegt habe. „Wir haben uns ein modernes Image erarbeitet“, sagte Klaus Mack, der auch Mitglied im Aufsichtsrat der schwarzwaldweiten Marketingorganisation, der Schwarzwald Tourismus GmbH ist. Herbert Schillinger bestätigt: „Der Schwarzwald ist in“. Gleichwohl müsse man sich den neuen Herausforderungen, gerade nach der Pandemie stellen. „Wir setzen sehr stark auf Regionalität, ganz besonders auch in unserer Berghütte Lauterbad. Hier trifft Tradition auf alpinen Lifestyle“, sagt Steffen Schillinger. Klaus Mack ist es wichtig, dass die Bettenkapazität im Schwarzwald erhalten bleibe: „Wenn Betriebe wegfallen, müssen wir die bestehenden noch besser auslasten oder wie beim Hotel Fritz mit neuen Konzepten Neues schaffen“. Nur so gelinge es, die Einnahmen für die Tourismusorganisationen zu sichern und die touristische Infrastruktur zu erhalten. Denn diese komme schließlich auch den Einwohnern zugute.