Klaus Mack trifft den WFG Vorsitzenden Landrat Riegger

 Region Nordschwarzwald. Die Fortschreibung des Regionalplanes steht im Herbst auf der Agenda des Regionalverbands. Wie soll sich die Region weiterentwickeln? Welcher Wohnraumbedarf besteht bis zum Jahr 2040? Welche Straßenbauprojekte stehen an? Wo brauchen wir bessere Verbindungen? Landrat Riegger in seiner Funktion als Vorsitzender der Wirtschaftsfördergesellschaft Nordschwarzwald sprach in einem Vier-Augen-Gespräch mit dem Verbandsvorsitzenden des Regionalverbands Nordschwarzwald über die Entwicklung der Region. 

Die Wirtschaft in der Region brauche eine bessere Anbindung an die Ballungsgebiete, so Riegger. Dazu müsste der Regionalplan die entsprechenden Weichen stellen. Im Landkreis Calw werde beispielsweise geprüft, wie eine Ortsdurchfahrtsfreie Ost/West-Verbindung die Verkehrsströme verbessern und die Bürger in den Ortschaften entlasten kann. 

Wichtig seien zudem Entwicklungsmöglichkeiten für die Firmen in der Region Nordschwarzwald: „Wir müssen uns wieder klar werden, woher unser Wohlstand kommt“, so Riegger. Nur wenn sich die Unternehmen weiterentwickeln können und Neuansiedlungen möglich werden, könnten Arbeitsplätze in der Region gesichert und ausgebaut werden.„Wir haben innovative Unternehmen“, sagt Landrat Riegger. Es liege aber an der Region, jetzt die entsprechenden Rahmenbedingungen für die nächsten Jahre zu setzen. Klaus Mack stimmte dem zu und verwies auf die künftigen Festlegungen des Regionalplans für Gewerbestandorte: „Was in unserer Macht steht, insbesondere was die Bereitstellung von attraktiven Gewerbeflächen anbelangt, werden wir tun.“ 

Klaus Mack erinnerte an die vom Regionalverband in Auftrag gegebene Wohnraumstudie: demnach entstehe bis zum Jahr 2040 ein zusätzlicher Bedarf von 22.000 Wohneinheiten. Man müsse den Kommunen deshalb ermöglichen, die entsprechenden Flächen bereitzustellen, sofern sie dies wünschen. „Nur wenn wir entsprechende Angebote an Wohnraum haben, sind wir für Fachkräfte interessant“, sagt Mack. Diese wiederum werden für die Wirtschaft benötigt. Man habe parallel zur Bedarfsermittlung untersucht, welche innerörtlichen Potentiale ausgeschöpft werden können. „Unser Weg muss die Hebung der Brachflächen im Innenbereich, aber auch die Bereitstellung von Bauplätzen sein.“ Mack will die Kommunen in ihren Planungen deshalb ausdrücklich unterstützen. 

Trotz der Corona-Krise sehen die beiden Kommunalpolitiker die Region gut aufgestellt. Investitionen in die Infrastruktur seien aber unabdingbar. „Wir wollen die Region voranbringen“ sind sich Riegger und Mack einig. Die Belange der WFG werden deshalb in den Regionalplanentwurf einfließen, versprach Mack. Der erste Arbeitsentwurf wird derzeit im Arbeitskreis Regionalplangesamtfortschreibung, in dem alle Fraktionen der Verbandsversammlung vertreten sind, entwickelt. Die Geschäftsstelle des Regionalverbands habe die Corona-Zeit genutzt, um die entsprechenden Grundlagen hierfür zu erarbeiten. In der Verbandsversammlung würden die Schwerpunkte dann diskutiert und festgelegt. Der Verbandsvorsitzende rechnet mit der Fertigstellung des Regionalplanentwurfes für das Anhörungsverfahren bis zum Jahreswechsel 2021/2022.