Schluss-Spurt im parteiinternen Wahlkampf: Klaus Mack, Bewerber um das CDU-Bundestagsmandat spricht vor dem CDU-Stadtverband in Freudenstadt

Der stellvertretende Stadtverbandsvorsitzende Gerhard Link begrüßt im Hotel Schwanen in Freudenstadt den Bewerber um das CDU-Bundestagsmandat, Klaus Mack

Freudenstadt. Es war einer der letzten Vorstellungstermine im parteiinternen Wahlkampf um das CDU-Bundestagsmandat. Der CDU-Stadtverband Freudenstadt lud zum Austausch ein. Klaus Mack, Bürgermeister in Bad Wildbad legte in seinem 30minütigen Vortrag seine Vorstellungen von der Zukunft der Region dar. Doch auch die Weltpolitik, Europa und die Finanzlage Deutschlands nach der Corona-Krise waren wichtige Themen bei der angeregten Diskussion.

Wirkt die CDU angestaubt und muss ihr Marketing verbessern? „Keineswegs sind unsere Werte angestaubt“, sagt Klaus Mack. Ganz im Gegenteil: Die Partei müsse sich wieder stärker auf ihren Markenkern konzentrieren: „Wir stehen für Wirtschaft, Sicherheit, Europa und Familie“. Das sei auch gerade jungen Menschen sehr wichtig. Handlungsbedarf sieht der Bewerber um das CDU-Bundestagsmandat aber in der Außendarstellung der Partei. Er stehe für eine wertkonservative, aber moderne CDU. Mack wolle wieder klarere Aussagen. Deshalb müsse die Region einen Masterplan aufstellen, welche Ziele sie erreichen will. „Das ist dann die Arbeitsgrundlage für den künftigen Abgeordneten“.

Entscheidend sei, was in der Region ankomme, ist Mack überzeugt. Deshalb müsse ein Bundestagsabgeordneter dafür sorgen, das Leben der Menschen in der Region zu verbessern. Handlungsfelder sieht er im Ausbau der Infrastruktur: schnelle Verbindungen in die Ballungsgebiete, Glasfaser an jedes Haus und eine durchgängige Mobilfunkabdeckung seien Grundvoraussetzungen. Er könne sich vorstellen, die Bahnhöfe zu modernen Mobilitätszentralen auszubauen. „Wir müssen die Rahmenbedingungen im ländlichen Raum verbessern“, ist Mack überzeugt.

Mack verweist auf seine 20jährige Erfahrung in der Region: „Ich weiß wo der Schuh drückt und wie sich Bundesgesetze vor Ort auswirken“. Die Hälfte der Menschen lebe auf dem Land und nicht in der Stadt. „Deshalb müssen wir die Fahne des ländlichen Raumes in Berlin hochhalten“, sagt der zweifache Familienvater. Es brauche einen Abgeordneten, der weiß, wie die Entscheidungswege laufen.

Bestätigt wurde er von den Zuhörern: „Der Breitbandausbau kommt mit Bundesgeldern nicht voran, weil die Vorgaben zu kompliziert sind“, sagt beispielsweise Oberbürgermeister Julian Osswald. Angesprochen auf den Digitalpakt erläutert Klaus Mack, dass oftmals in Berlin Milliarden bereitgestellt werden, aber das Ganze eben nicht immer zu Ende gedacht sei. Das wolle er ändern.

Mack verweist auf sein großes Netzwerk von Stuttgart bis Berlin. Das sei wichtig, um etwas voranzubringen. „Wir können uns jetzt keinen Kaltstart erlauben, sondern müssen jetzt die Konjunkturprogramme nutzen, um nahtlos an die Erfolge Hans-Joachim Fuchtels anzuknüpfen“.

Wichtig ist dem Kandidaten die Entwicklung der Wirtschaft in der Region. „Ich hatte in meiner Stadt das Ohr immer nah an den Unternehmern“, sagt Klaus Mack. „Die Politik muss die für gute Rahmenbedingungen für unsere mittelständischen Betriebe sorgen“. Das sei ihm schon als Bürgermeister eine Herzensangelegenheit gewesen und dies gelte erst recht als Abgeordneter. Den Transformationsprozess in der Automobilindustrie will er durch ein dezentrales Forschungszentrum unterstützen. Und auch die Wasserstoffstrategie des Bundes soll künftig in der Region Fuß fassen. „Nur so können wir unseren Wohlstand auch in Zukunft sichern“. Von Schwarzmalen hält er allerdings nichts. „Wir müssen mit Zuversicht und Innovation auf die Krise reagieren“. Mack plädiert für weniger Bürokratie und schlankere Vorschriften. „Wir brauchen wieder mehr Vertrauen in unsere Unternehmer“.