von links: Klaus Mack, CDU-Bundestagskandidat, Thomas Blenke, CDU-Landtagskandidat im Kreis Calw und Katrin Schindele, CDU-Landtagskandidatin Kreis Freudenstadt fordern im Studio Heimat-Blick eine klare Öffnungsperspektive für Handel und Beherberger. 


Nordschwarzwald. Die Landkreise Calw und Freudenstadt bilden das Herzstück des Tourismus im Nordschwarzwald. Die Inzidenzzahlen sinken, Stand heute verzeichnet der Landkreis Freudenstadt 21,1 der Landkreis Calw 50,9 Infektionen pro hunderttausend Einwohner. Die beiden Landtagskandidaten Katrin Schindele und Thomas Blenke und Bundestagskandidat Klaus Mack sehen deshalb Licht am Ende des Tunnels und fordern eine klare Öffnungsperspektive für die Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe und den Einzelhandel. 

Die Maßnahmen im Lockdown haben sich ausgezahlt, stellen die drei Politiker fest. Das habe man nicht zuletzt der Disziplin der Bevölkerung zu verdanken. Jetzt  sei aber die Zeit, um über eine schrittweise Lockerung der Maßnahmen nachzudenken. Entscheidend dürfe dabei nicht mehr die Größe der Läden sein, sondern ein schlüssiges Hygienekonzept: „Wenn Discounter Blumensträuße, Elektronikgeräte und Bekleidung verkaufen dürfen, der örtliche Einzelhandel mit weitaus weniger Kunden pro Quadratmeter Kauffläche aber nicht, stimmt die Relation nicht mehr“, sagt der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion im baden-württembergischen Landtag, Thomas Blenke. 

Schindele, Blenke und Mack haben in den letzten Wochen zahlreiche Einzelhändler und Gastgeber besucht. Die Situation sei teilweise dramatisch. In den Gewächshäusern der Gärtnerein stehe die Ware zum Verkauf bereit. Die Frühjahrsbepflanzung könne aber nicht ewig auf Halde liegen. Sonst drohe die Vernichtung der Pflanzen. Bei den Bekleidungsfachgeschäften sei ein Online-Verkauf faktisch nicht möglich. Die Kunden wollten gerade Bekleidung vor dem Kauf anprobieren. Viele Betriebe stünden kurz vor dem Aus, wenn nicht schnell gehandelt werde. Natürlich gehe der Gesundheitsschutz vor. Doch man habe jetzt wochenlang auf die Inzidenzwerte verwiesen, „dann muss man beim Erreichen des Ziels auch Farbe bekennen“, sagt Klaus Mack. Katrin Schindele bestätigt: „Die Hotelbetriebe haben ausgefeilte Hygienekonzepte umgesetzt. Sie stehen in den Startlöchern.“ Allerdings brauche die Öffnung einen Vorlauf. Ein Hotel könne man nicht von heute auf morgen öffnen. Teilweise müssten die Lieferketten erst wieder neu aufgebaut werden. Thomas Blenke, der auch Mitglied im Rechtsausschuss ist, gibt zu Bedenken: „Es sollte nicht so weit kommen, dass die Gerichte der Regierung eine Öffnung vorschreiben“. Wenn die Inzidenzwerte es hergeben, müssen die Hotels an Ostern wieder öffnen dürfen.“ Dann hätte die Branche eine eindeutige Perspektive. Klaus Mack ergänzt: „Wir haben uns für die Öffnung der Friseure eingesetzt, als nächstes muss der Einzelhandel folgen.“ 

Natürliche stehe alles unter dem Vorbehalt der Entwicklung der Inzidenzwerte. Die Teststrategie der Landesregierung sei aber ein zusätzliches Mittel, um Infektionsketten schnell identifizieren und unterbrechen zu können. „Wir brauchen einen Mix aus Testungen, vermehrten Impfangeboten und strikter Einhaltung von Hygienekonzepten“, sagen die drei Kandidaten unisono. Man habe den Betrieben viel abverlangt. „Das musste aus Infektionsschutzgründen auch sein“, ist sich Thomas Blenke sicher. Doch jetzt seien die Erfolge sichtbar. „Wenn die Entwicklung der Inzidenzen so weitergeht, muss eine Öffnung der Blumen- und Gartencenter zum 01. März möglich sein“. In den nächsten Stufen könne dann der weitere Einzelhandel folgen. Die drei Kandidaten fordern den Ministerpräsidenten auf, bei der nächsten Ministerpräsidentenrunde ein klares Bekenntnis für den Einzelhandel und den Tourismus abzugeben. „Gerade in unserer Region muss es ab Ostern wieder vorangehen, damit wir verlorengegangene Wertschöpfung im Jahr 2021 wieder aufholen können.“