#MackaufTour: Klaus Mack, Bewerber um das CDU-Bundestagsmandat spricht mit Hotelbranche


Trafen sich im Hotel Tanne in Tonbach (von links): DEHOGA-Kreisvorsitzender im Landkreis Calw Rolf Berlin, Klaus Mack – Bewerber um das CDU-Bundestagsmandat, Beate Gaiser DEHOGA-Kreisvorsitzende im Landkreis Freudenstadt und Jörg Möhrle, 2. Vorsitzender DEHOGA Kreisverband Freudenstadt 

Baiersbronn. Die Hotelbranche in den Kreisen Calw und Freudenstadt hatte durch die Corona-Pandemie einen herben Einbruch zu verschmerzen. Insbesondere die Ferienhotels sind jetzt wieder im Kommen, Urlaub im eigenen Land ist in. Die Krise ist jedoch keineswegs überstanden. Der Bewerber um das CDU-Bundestagsmandat, Bürgermeister Klaus Mack aus Bad Wildbad, informierte sich bei den DEHOGA-Spitzen Beate Gaiser und Jörg Möhrle aus dem Kreis Freudenstadt und bei Rolf Berlin, dem DEHOGA-Vorsitzenden im Kreis Calw über die aktuelle Herausforderungen und die Wünsche an die Politik. Alle sind sich einig: „Die Betriebe müssen gerade jetzt in die Lage versetzt werden, auch künftig investieren zu können“. Schließlich bringe der Tourismus eine hohe Wertschöpfung in die Region.

„Die Mehrwertsteuerreduzierung hilft uns, die coronabedingten Ausfälle ein wenig zu kompensieren“, sagt Jörg Möhrle vom Hotel Tanne in Tonbach und ergänzt „aber nur in Betrieben, die jetzt auch schon wieder gute Geschäfte machen“. Er fordert, die Reduzierung beizubehalten, um eine Gleichbehandlung aller Betriebe in ganz Europa zu gewährleisten. „Durch die Hygienevorgaben haben wir höhere Kosten“, ergänzt Beate Gaiser, DEHOGA-Vorsitzende im Landkreis Freudenstadt. Auch hätten sich die Renovierungszyklen der Hotelzimmer erhöht, weil die Ansprüche der Gäste gestiegen sind. Der Aufwand für die Unternehmen werde immer höher. Rolf Berlin sieht die Problematik fehlender Fachkräfte: „Die Betriebe müssen in der Ausbildung unterstützt werden“. Beispielsweise sollte man die duale Ausbildung wieder stärken. Beate Gaiser vom Hotel Adler in Freudenstadt wünscht sich eine Flexibilisierung der Arbeitszeitverordnung: „Wir sind 365 Tage für den Gast da, vom Frühstück bis zum letzten Glas in der Bar“. Diese Dienstleistung brauche passende Lösungen und keine starren Systeme. Insgesamt gehe es um die Wertschätzung einer Branche, die anderen Menschen an jedem Tag des Jahres in allen Lebenslagen Freude bereitet. Und dabei gerade um die Mitarbeiter: „Die kalte Progression führt dazu, dass manche zwar mehr arbeiten wollen, aber am Ende gar nicht mehr Geld verdienen können“, sagt Beate Gaiser und bekräftigt damit die Forderung: „Mehr Brutto vom Netto für die Fachkräfte in der Hotelbranche“. „Die Mitarbeiter sind das Kapital unserer Betriebe“ sagt Jörg Möhrle, „sie müssen dann arbeiten, wenn andere frei haben“. „Das sollte man wertschätzen und nicht von Gewerkschaftsseite oder Teilen der Politik ständig kritisieren“, sind sich die drei Kreisvorsitzenden einig.

Alles Themen, die Klaus Mack mit nach Berlin nehmen will. Er erinnert an das Touristische Aktionsbündnis Nordschwarzwald, das unter seinem Vorsitz im Jahr 2009 ins Leben gerufen wurde, um den Tourismus in der Region voranzubringen: „Wir haben seither zwar 1.000 Gästebetten verloren, konnten die Übernachtungen aber um 180.000 steigern.“ Es gab einen regelrechten Gesundschrumpfungsprozess, damit aber auch eine Professionalisierung. Größere Vermarkungseinheiten seien geschaffen und der Anteil ausländischer Gäste erhöht worden.

Die Erhöhung der Qualität liegt auch dem DEHOGA am Herzen. „Für gute Qualität wird auch mehr bezahlt“, sagt Berlin vom Hotel Berlin´s Krone-Lamm in Bad Teinach-Zavelstein. Klaus Mack, der auch Vorsitzender des Tourismusausschuss des Gemeindetags Baden-Württemberg ist, sieht positive Perspektiven für einen erfolgreichen Tourismus in der Region: „Ich will mich in Berlin für steuerliche Entlastungen, verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten und die Abschaffung überbordender Bürokratie einsetzen“. Jörg Möhrle bringt es auf den Punkt: „Wir brauchen Perspektiven, um unserer wichtigsten Arbeit nachgehen zu können: nämlich die Menschen glücklich zu machen“.